Homecare

BVMed informiert über Tracheotomie- und Laryngektomie-Versorgung

Neuer Newsletter "HomecareNews"

In seinem neuen Homecare-Newsletter informiert der BVMed über die Versorgung von Tracheotomie- und Laryngektomie-Patienten. In Deutschland werden laut Statistischem Bundesamt jährlich etwa 53.000 Tracheotomien und 1.300 Laryngektomien durchgeführt. Infolge dieser Eingriffe erhalten derzeit schätzungsweise 40.000 Patienten eine Tracheostoma-Versorgung durch spezialisierte Homecare-Fachkräfte im häuslichen Umfeld. Diese sorgen dafür, dass die Betroffenen unter Berücksichtigung des medizinisch Notwendigen und des persönlichen Umfeldes fachgerecht versorgt werden. Hier ist entsprechendes Fachpersonal erforderlich. Der BVMed setzt sich daher für die Etablierung eines anerkannten Weiterbildungsstandards ein. Der Homecare-Newsletter kann unter www.bvmed.de/homecare-news abgerufen werden.

Bei einer Tracheotomie handelt es sich um eine künstliche Öffnung am Hals, die einen Zugang zur Luftröhre schafft. Indikationen hierfür sind beispielsweise Störungen des Schluckreflexes oder Einschränkungen der Atemfunktion nach Unfällen, bei neurologischen Erkrankungen oder Stimmbandlähmungen. Infolge der Tracheotomie kommt es zu einem Verlust der Funktionen der oberen Atemwege wie Filtern, Anwärmen und Befeuchten der Atemluft. Bei einer Laryngektomie wird der Kehlkopf, insbesondere bei einer Kehlkopfkrebs-Erkrankung, entfernt. Folgen der Laryngektomie sind der Verlust der Stimme und eine starke Einschränkung der Geruchs- und Geschmackswahrnehmung.

Um die Patienten bei der Rehabilitation zu unterstützen und ihnen diese Funktionen wieder weitestgehend zu ermöglichen, kommen individuelle, zwingend notwendige Hilfsmittel wie Trachealkanülen und Sprechhilfen zum Einsatz. Das qualifizierte Fachpersonal von Homecare-Unternehmen übernimmt die Auswahl und Einweisung in die Handhabung dieser Produkte sowie die ständige Beratung und Betreuung dieser Patienten. Es begleitet die Patienten im Rahmen des Entlassmanagements möglichst bereits im Krankenhaus und setzt die Unterstützung im ambulanten Bereich fort.

Weitere Informationen zu Homecare-Versorgungen unter www.bvmed.de/homecare-versorgungen.
  • Weitere Artikel zum Thema
  • BVMed zu Rahmenempfehlungen für Hilfsmittelverträge: „Chance zum Bürokratieabbau vertan“

    Nach drei Jahren Verhandlungen zwischen Krankenkassen und Leistungserbringern inklusive einem Schiedsverfahren stellt der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, ernüchtert fest: Mit den neuen Rahmenempfehlungen ist eine große Chance zum Bürokratieabbau im Hilfsmittelbereich von der Krankenkassenseite vertan worden. „Jetzt müssen wir auf den Gesetzgeber hoffen, durch die Digitalisierung der Prozesse bei der Hilfsmittelversorgung für die dringend erforderlichen Vereinheitlichungen und Vereinfachungen zu sorgen. Weniger Verwaltungsaufwand bedeutet mehr Kapazitäten für die Patientenversorgung“, so BVMed-Hilfsmittelexpertin Juliane Pohl. Weiterlesen

  • Appell der Politik an die Krankenkassen: "Qualitätskriterien gemeinsam mit den Fachexperten entwickeln"

    Die Hilfsmittel-Experten der Bundestagsfraktionen von CDU/CSU, SPD, Grünen, FDP und AfD bemängelten zum Auftakt des Homecare-Management-Kongresses des BVMed, dass eine gute Qualität in der Hilfsmittelversorgung auch nach zwei Reformgesetzen nicht erreicht sei. CDU-Experte Dr. Roy Kühne kritisierte, dass die Krankenkassen die Qualitätskriterien im Hilfsmittelverzeichnis weitestgehend alleine festlegen. Hier müssten die Fachexperten wie die Hilfsmittel- und Homecare-Leistungserbringer sehr viel stärker eingebunden werden. Die SPD-Expertin Martina Stamm-Fibich wünscht sich, dass die Krankenkassen "die Bedürfnisse der Versicherten in der Hilfsmittelversorgung" ernster nehmen. In den Vorträgen und Diskussionsrunden ging es um die Frage, wie ein echter Qualitätswettbewerb in der Hilfsmittel- und Homecare-Versorgung hergestellt werden kann. Weiterlesen

  • BVMed zur DVG-Verabschiedung: "Hilfsmittel-Leistungserbringer und Homecare-Unternehmen in die Telematik-Infrastruktur einbinden"

    Der BVMed begrüßt, dass der Gesetzgeber mit der Verabschiedung des Digitale Versorgung-Gesetzes (DVG) erste Maßnahmen für die Digitalisierung der Hilfsmittelversorgung einleitet. Dies setzt jedoch einen adäquaten Rahmen für Ausgestaltung und Anwendung der digitalen Hilfsmittel-Verordnung voraus, der in den nächsten Schritten zu schaffen ist. Um Wettbewerbsgleichheit sicherzustellen, sollten die Hilfsmittel-Leistungserbringer und Homecare-Unternehmen zugleich schnellstmöglich an die Telematik-Infrastruktur (TI) angeschlossen werden. Außerdem sollte auch eine digitale Verbandmittel-Verordnung etabliert werden. Beide Ansätze fehlen im neuen Gesetz und sollten dringend nachgeholt werden. Weiterlesen


©1999 - 2019 BVMed e.V., Berlin – Portal für Medizintechnik